Tribulus Terrestris

Tribulus Terrestris

Tribulus terrestris (Erdburzeldorn), auch Erdsternchen genannt, ist eine Pflanzenart, die in tropischen und subtropischen Ländern heimisch ist. Es hat Saponine.
Diese Wirkstoffe sollen eine libidostimulierende, erektionsfördernde, testosteronfördernde und blutzuckersenkende Wirkungsweise haben.

Aus diesem Grund sind sie Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen. Entgegen den Werbeversprechen stimuliert Tribulus terrestris aber nicht die Testosteronfreisetzung, sondern weist laut Studien viele andere positive Eigenschaften auf.

Das Wesentliche in Kürze

  • Tribulus terrestris Kapseln werden als Testo-Booster und Potenzmittel gegen Impotenz angeboten. Sie optimieren die Libido und die Fruchtbarkeit und fördern das Muskelwachstum, um sportliche Leistungen zu erbringen.
  • Tribulus terrestris wird in der Pflanzenwelt Erdburzeldorn oder Erdsternchen genannt. Es ist per Definition eine tropische und subtropische Pflanzenart. Als Nahrungsergänzungsmittel wird der Extrakt im Bodybuilding als natürliches Anabolikum bezeichnet.
  • Tribulus terrestris-Kapseln können das Training mit einer niedrigeren Dosis begleiten oder alternativ hochdosiert eingenommen werden, je nach Vorliebe

Tribulus terrestris: Ein Wirkstoff mit vielen Eigenschaften

Der erste Ansatz, auf den sich Tribulus terrestris konzentrierte, war der Mechanismus der erektilen Dysfunktion und des Mangels an Libido. Bei näherer Betrachtung stellten die Experten jedoch fest, dass es sich um eine Verbindung zwischen Stickoxid, einem durchblutungsfördernden Botenstoff, und der Schwellung von Schwellköper handeln muss. Mit diesem Effekt kann der menschliche Körper auch erklären, warum Tribulus terrestris einen Anstieg des Testosteronspiegels verursachen könnte.

In der Endokrinologie, dem Bereich der inneren Medizin, der sich mit Hormonen und hormonproduzierenden Organen befasst, gibt es noch keine gültigen medizinischen Studien, die den Einfluss von Tribulus terrestris auf den Testosteronspiegel belegen. Es fehlen medizinische Tests für Tribulus terrestris-Kapseln, Berichte über Erfahrungen in Handhabung, Anwendung und Dosierung gibt es jedoch durchaus. Die verfügbaren Studien sind keine Langzeitstudien.

Wie wirkt Erd-Burzeldorn?

Die Wirkstoffe von Tribulus terrestris, Saponine genannt, sind aus mehreren Gründen für die Wissenschaft von Interesse. Sie sollen den Blutzucker senken, das Testosteron erhöhen, die Erektion bei Männern fördern und die Libido anregen. Saponine sind per definitionem eine steroidähnliche Verbindung, während Tribulus terrestris eine Pflanzenart ist, die den Naturexperten als Tricorn, Metzgerbesen oder Erdgraben bekannt ist. Saponine kommen beispielsweise auch in Erdnüssen und Hülsenfrüchten vor.

Einnahme und Dosierung – Was ist die richtige Dosis?

Die empfohlene Tagesdosis von Tribulus terrestris-Kapseln liegt zwischen 750 und 2.500 mg pro Tag. Diese Dosierung sollte möglichst auf mehrere Einzeldosen verteilt werden. Die Wirkung von Tribulus terrestris ist von Person zu Person unterschiedlich.

Die große Streuung der empfohlenen Tagesdosis ergibt sich, weil eine Tagesdosis normalerweise zwischen 750 und 1500 mg liegt, der Richtwert für ein Tribulus terrestris-Heilmittel jedoch zwischen 1.200 und 2.400 mg liegen kann. Zur Heilung empfehlen sich Produkte, die hochdosiert auf Tribuls terrestris oder auf dem Pflanzenextrakt sind.

Optimalerweise kann sich die Wirkung von Tribulus terrestris entwickeln, wenn

  • Zusätzlich werden zwei bis drei Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht konsumiert.
  • Außerdem die Vitamine E und C sowie Zink (zum Beispiel in Form von Zinkkapseln) konsumiert werden.
  • Tribulus terrestris mit Maca, Ginkgo, L-Carnitin oder Arginin kombiniert wird.

Tribulus terrestris – der Booster für Potenz und Libido?

Tribulus terrestris wird seit vielen Jahren erforscht. Besonderes Augenmerk wurde seit den späten 70er Jahren auf den potenziellen potenzsteigernden und aphrodisierenden Effekt gelegt. Wissenschaftler vermuten, dass ein enthaltenes Saponin namens Protodioscin die Freisetzung des Botenstoffs und Vasodilatators NO (Stickoxid) fördert.

Die Freisetzung von Stickoxid im erektilen Gewebe erhöht die Erektion. Dieser Effekt ist offensichtlich, ohne den Testosteronspiegel zu beeinflussen. Auf welchen Mechanismus die verluststeigernde Wirkung von Tribulus terrestris zurückzuführen ist, ist derzeit unklar.

In der folgenden Tabelle haben wir die Wirkmechanismen für Sie zusammengefasst:

Wirkungsmechanismus Auswirkungen
Wirkung auf die Potenz  
  • Verbesserung der Erektionsfähigkeit und der Erektionsdauer
  • Verbesserung der Libido
  • Verbesserung der Durchblutung des männlichen Geschlechtsorgans
  • Verbesserung der Spermienzahl und Mobilität
  • Behandlung von Prostatabeschwerden
Wirkung auf den Hormonspiegel  
  • stimulieren die Sekretion von luteinisierendem Hormon

Mehr Testosteron dank Tribulus terrestris?

Tribulus terrestris soll einen signifikanten Effekt auf den Testosteronspiegel haben. Daher ist es nicht verwunderlich, dass es hauptsächlich als testosteronsteigerndes Medikament vertrieben wird und obwohl in bulgarischen Studien bereits in den 1970er Jahren nachgewiesen wurde, dass zwar eine libidoerhöhende Wirkung auftrat, jedoch keine hormonelle Veränderung. Dies konnte auch in weiteren Studien nachgewiesen werden.

Bereits erste klinische Studien, in denen Tribulus terrestris auf seine testosteronfördernde Wirkung untersucht wurde, kamen zu dem Ergebnis, dass sich der Testosteronspiegel nicht verändert hat. In einer Studie mit mehr als 200 männlichen Teilnehmern wurde festgestellt, dass sich weder das Luteinisierungshormon, das die Testosteronsynthese stimuliert, noch das für die Spermatogenese wichtige folatstimulierende Hormon (FSH) bei der Einnahme von Tribulus terrestris verändert haben. Auch die Östrogenspiegel änderten sich nach der Einnahme nicht. Übrigens auch nicht, wenn die Libido entsprechend angeregt wurde.
In einer anderen Studie, bei der diesmal Frauen der Versuchsgruppe angehörten, konnte die Besserung der Wechseljahrsbeschwerden durch die Einnahme nachgewiesen werden. Aber auch hier zeigte die Studie aus den 1980er Jahren, dass Hormonspiegel wie LH, FSH, Testosteron, Östrogen und Prolaktin nicht durch Tribulus terrestris beeinflusst werden konnten.

In Bulgarien wurde eine placebokontrollierte Doppelblindstudie mit einem hochwirksamen Extrakt aus der Sternpflanze der Erde durchgeführt. Die Versuchsgruppe bestand aus jungen, gesunden Männern, deren Hormonspiegel nach der Einnahme untersucht wurden. Der Extrakt enthielt über 60% des Saponin-Protodioscins, das die Männer über einen Zeitraum von vier Wochen konsumierten. Die Dosierung basierte auf dem Körpergewicht und betrug bis zu 20 mg pro kg Körpergewicht. Aber auch hier wurde keine Veränderung der hormonellen Zusammensetzung beobachtet, weder hinsichtlich des Testosteronspiegels, noch wurde Norrostendion oder LH durch die Einnahme beeinflusst.

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